Die FUT- oder Strip-Methode gewinnt follikuläre Einheiten aus einem schmalen Hautstreifen des Hinterkopfs, mikroskopisch präpariert, in besonders hoher Zahl, mit sehr guter Vitalität der Grafts.
Die Follicular Unit Transplantation, auch bekannt als Strip-Methode, ist ein bewährtes Verfahren der Haartransplantation. Ein Streifen der Kopfhaut wird chirurgisch entnommen, üblicherweise vom unteren Hinterkopf. Dieser Bereich wird gewählt, weil die Haarfollikel hier typischerweise resistent gegen hormonell bedingten Haarausfall sind.
Aus dem entnommenen Hautstreifen werden anschliessend die follikulären Einheiten, Gruppen von ein bis vier Haarwurzeln, unter dem Mikroskop herausgearbeitet. Diese mikroskopische Präparation ist das eigentliche Kennzeichen der FUT: Sie erlaubt die höchstmögliche Ausbeute intakter Grafts aus dem verfügbaren Spendergewebe.
Während die Follikel aufbereitet werden, entstehen im Empfangsbereich feine Mikroinzisionen. Die Einheiten werden einzeln eingesetzt, unter Berücksichtigung von natürlicher Wuchsrichtung, Haardichte und Verteilung, für maximale Dichte und ein natürliches Erscheinungsbild.
Der Spenderbereich am unteren Hinterkopf liefert Follikel, die genetisch nicht auf DHT reagieren, und damit dauerhaft wachsen.
Die Follikel gelangen sofort in eine kontrollierte Umgebung. Das reduziert mechanisches Trauma und Austrocknung und schont die Vitalität der Grafts.
Überlappende, schräge Naht: Haare wachsen durch die Hautschichten hindurch und durchsetzen die Narbe, sodass sie möglichst schmal und unauffällig bleibt.
Festlegung von Haarlinie und Graft-Bedarf, örtliche Betäubung. Kein Vollnarkose-Risiko.
Ein schmaler Hautstreifen wird aus der permanenten Spenderzone entnommen.
Vernähung mit der Trichophytic-Closure-Technik. Fadenentfernung nach etwa 10–14 Tagen.
Parallel werden die Einheiten mikroskopisch präpariert und einzeln in die Empfangskanäle gesetzt.
Wenn grosse Areale verdichtet werden müssen und eine hohe Anzahl an Grafts in einer Sitzung nötig ist.
Die Streifenentnahme nutzt die permanente Zone besonders effizient aus, wenn Spenderhaar knapp ist.
Wer das Haar am Hinterkopf nicht sehr kurz trägt, hält die lineare Narbe im Alltag vollständig verdeckt.
Beide Verfahren lassen sich sinnvoll verbinden, um Spenderreserven über mehrere Sitzungen zu strecken.
Die Entscheidung zwischen FUE und FUT hängt von mehreren Faktoren ab, Spenderdichte, Umfang des Haarausfalls, gewünschte Frisur und Verlaufsprognose. Jede Methode hat spezifische Vor- und Nachteile, die sorgfältig abzuwägen sind. Welches Verfahren individuell am besten geeignet ist, bestimmen wir gemeinsam im persönlichen Beratungsgespräch.
Durch die Trichophytic-Closure-Technik wird die Narbe so schmal wie möglich gehalten. Haare wachsen durch die vernähte Stelle hindurch, wodurch sie bei längerem Haar in der Regel nicht sichtbar ist. Eine vollständig narbenfreie Entnahme ist bei der FUT-Methode jedoch nicht möglich.
Die FUT-Methode ermöglicht die Gewinnung einer besonders hohen Anzahl an Grafts in einer Sitzung und eignet sich daher vor allem bei grösserem Transplantationsbedarf. In vielen Fällen kann auch eine Kombination beider Verfahren sinnvoll sein.
Ja. Das Verfahren lässt sich sehr gut mit PRP, Mesotherapie, Regenera Activa oder Seffihair® kombinieren, um die Anwuchsrate und Haarqualität zusätzlich zu unterstützen. Die optimale Strategie wird im Beratungsgespräch individuell festgelegt.
Der Eingriff erfolgt ambulant unter örtlicher Betäubung. Im Spenderbereich kann in den ersten Tagen ein Spannungsgefühl auftreten, das sich gut mit üblichen Schmerzmitteln kontrollieren lässt.
Die transplantierten Haare fallen nach einigen Wochen zunächst aus, ein normaler Teil des Haarzyklus. Neues Wachstum beginnt in der Regel nach drei bis vier Monaten, das endgültige Ergebnis zeigt sich nach etwa zwölf Monaten.
Die FUT-Methode ist eine etablierte und effektive Lösung, ob sie für Sie die richtige ist, klären wir im persönlichen Gespräch. Ihre individuellen Bedürfnisse stehen dabei stets im Vordergrund.
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