Methode · Follicular Unit Transplantation

Maximale Ausbeute.
Eine Sitzung.

Die FUT- oder Strip-Methode gewinnt follikuläre Einheiten aus einem schmalen Hautstreifen des Hinterkopfs, mikroskopisch präpariert, in besonders hoher Zahl, mit sehr guter Vitalität der Grafts.

Trichophytic Closure
Die Wundränder werden überlappend und schräg vernäht. Haarfollikel wachsen durch die Nahtlinie hindurch, die Narbe wird von eigenem Haar durchsetzt und bleibt dadurch schmal und unauffällig.
1Sitzung für grosse Graft-Zahlen
>90 %Anwuchsrate in der Literatur
1Schmale lineare Narbe
10–14Tage bis Fadenentfernung
Einführung

Die FUT-
Technik

Die Follicular Unit Transplantation, auch bekannt als Strip-Methode, ist ein bewährtes Verfahren der Haartransplantation. Ein Streifen der Kopfhaut wird chirurgisch entnommen, üblicherweise vom unteren Hinterkopf. Dieser Bereich wird gewählt, weil die Haarfollikel hier typischerweise resistent gegen hormonell bedingten Haarausfall sind.

Aus dem entnommenen Hautstreifen werden anschliessend die follikulären Einheiten, Gruppen von ein bis vier Haarwurzeln, unter dem Mikroskop herausgearbeitet. Diese mikroskopische Präparation ist das eigentliche Kennzeichen der FUT: Sie erlaubt die höchstmögliche Ausbeute intakter Grafts aus dem verfügbaren Spendergewebe.

Während die Follikel aufbereitet werden, entstehen im Empfangsbereich feine Mikroinzisionen. Die Einheiten werden einzeln eingesetzt, unter Berücksichtigung von natürlicher Wuchsrichtung, Haardichte und Verteilung, für maximale Dichte und ein natürliches Erscheinungsbild.

Wirkweise

Drei Schritte, die das Ergebnis bestimmen

ENTNAHME

Streifen aus der stabilen Zone

Der Spenderbereich am unteren Hinterkopf liefert Follikel, die genetisch nicht auf DHT reagieren, und damit dauerhaft wachsen.

PRÄPARATION

Unter dem Mikroskop

Die Follikel gelangen sofort in eine kontrollierte Umgebung. Das reduziert mechanisches Trauma und Austrocknung und schont die Vitalität der Grafts.

VERSCHLUSS

Trichophytic Closure

Überlappende, schräge Naht: Haare wachsen durch die Hautschichten hindurch und durchsetzen die Narbe, sodass sie möglichst schmal und unauffällig bleibt.

Ablauf

Ambulant, an einem Tag

01

Planung & Anästhesie

Festlegung von Haarlinie und Graft-Bedarf, örtliche Betäubung. Kein Vollnarkose-Risiko.

02

Streifenentnahme

Ein schmaler Hautstreifen wird aus der permanenten Spenderzone entnommen.

03

Verschluss

Vernähung mit der Trichophytic-Closure-Technik. Fadenentfernung nach etwa 10–14 Tagen.

04

Aufbereitung & Einsetzen

Parallel werden die Einheiten mikroskopisch präpariert und einzeln in die Empfangskanäle gesetzt.

Für wen geeignet

Wenn Menge und Dichte entscheiden

Fortgeschrittener Haarausfall

Wenn grosse Areale verdichtet werden müssen und eine hohe Anzahl an Grafts in einer Sitzung nötig ist.

Begrenzter Spenderbereich

Die Streifenentnahme nutzt die permanente Zone besonders effizient aus, wenn Spenderhaar knapp ist.

Längere Frisur

Wer das Haar am Hinterkopf nicht sehr kurz trägt, hält die lineare Narbe im Alltag vollständig verdeckt.

Kombination mit FUE

Beide Verfahren lassen sich sinnvoll verbinden, um Spenderreserven über mehrere Sitzungen zu strecken.

Gegenüberstellung

FUT und FUE im direkten Vergleich

FUT
FUE
Entnahme
Hautstreifen vom Hinterkopf
Einzelne Einheiten, 0,7–0,8 mm Punch
Aufbereitung
Mikroskopisch, sofort geschützt
Direkt nach Einzelentnahme
Narbe
Schmale lineare Narbe, von Haar durchsetzt
Punktförmig, kaum sichtbar
Graft-Zahl je Sitzung
Besonders hoch
Hoch, gut skalierbar
Kurze Frisur
Längeres Haar empfohlen
Uneingeschränkt möglich
Heilung Spenderbereich
Fäden nach ca. 10–14 Tagen
Wenige Tage, keine Fäden

Die Entscheidung zwischen FUE und FUT hängt von mehreren Faktoren ab, Spenderdichte, Umfang des Haarausfalls, gewünschte Frisur und Verlaufsprognose. Jede Methode hat spezifische Vor- und Nachteile, die sorgfältig abzuwägen sind. Welches Verfahren individuell am besten geeignet ist, bestimmen wir gemeinsam im persönlichen Beratungsgespräch.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Durch die Trichophytic-Closure-Technik wird die Narbe so schmal wie möglich gehalten. Haare wachsen durch die vernähte Stelle hindurch, wodurch sie bei längerem Haar in der Regel nicht sichtbar ist. Eine vollständig narbenfreie Entnahme ist bei der FUT-Methode jedoch nicht möglich.

Die FUT-Methode ermöglicht die Gewinnung einer besonders hohen Anzahl an Grafts in einer Sitzung und eignet sich daher vor allem bei grösserem Transplantationsbedarf. In vielen Fällen kann auch eine Kombination beider Verfahren sinnvoll sein.

Ja. Das Verfahren lässt sich sehr gut mit PRP, Mesotherapie, Regenera Activa oder Seffihair® kombinieren, um die Anwuchsrate und Haarqualität zusätzlich zu unterstützen. Die optimale Strategie wird im Beratungsgespräch individuell festgelegt.

Der Eingriff erfolgt ambulant unter örtlicher Betäubung. Im Spenderbereich kann in den ersten Tagen ein Spannungsgefühl auftreten, das sich gut mit üblichen Schmerzmitteln kontrollieren lässt.

Die transplantierten Haare fallen nach einigen Wochen zunächst aus, ein normaler Teil des Haarzyklus. Neues Wachstum beginnt in der Regel nach drei bis vier Monaten, das endgültige Ergebnis zeigt sich nach etwa zwölf Monaten.

Beratung

Ihre Methode
bestimmen wir gemeinsam.

Die FUT-Methode ist eine etablierte und effektive Lösung, ob sie für Sie die richtige ist, klären wir im persönlichen Gespräch. Ihre individuellen Bedürfnisse stehen dabei stets im Vordergrund.

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Dr. med. Sussan Rosenthal · Haartransplantation · derma utoquai
Utoquai 39 · 8008 Zürich · +41 44 268 22 50